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Shea Surfer Girl

D | 2002 | Dokumentarfilm | 30 min | DVCPro50 16:9

Kurzinfo

Dokumentarisches Portrait einer jungen Frau auf Hawaii, deren Sportart als metaphorische Folie für das Erwachsenwerden dient.

Synopsis

Shea Hodges hasst blöde Typen, miese Wellen und Riffe, an denen man sich blutig schlägt. Die 15-jährige ist Surferin und hat den Ehrgeiz innerhalb der nächsten zwei Jahre ins Profi-Lager zu wechseln, denn wie viele andere Mädchen in ihrem Alter hat sie an der Schule kein grosses Interesse. Shea wurde auf Oahu, Hawaii geboren und lebt mit ihrer Mutter in Kailua, der drittgrößten Stadt der Insel. Mädchen sind in dieser Liga eher selten, auch wenn Sheas männliche Kollegen ihr längst neidlos Weltklasse zugestehen. Wellenreiten vor Hawaii ist keine Fun-Sportart und mit dem wochenendlichen Süsswasser-Gepaddel hierzulande nicht zu vergleichen. Vier-Meter-Wellen können ziemlich beängstigend aussehen, wenn man auf einem kleinen Brett steht und versucht durch den "Tunnel" zu rasen. Shea wurde bereits in die Hawaiianische Nationalmannschaft aufgenommen und hat im Mai 2002 an den World Surfing Games in Durban, Südafrika teilgenommen. Zum Wellenreiten kam sie durch ihren Vater, der sie schon als kleines Mädchen noch mit Schwimmflügeln auf ein Brett stellte. Nach der Scheidung ihrer Eltern ist die Beziehung zum Vater schwieriger geworden - das Surfen mittlerweile der einzige Anlass, ihn überhaupt zu treffen. Shea hasst ihn manchmal dafür, dass er sie mit seinen zwanghaften Ansprüchen überfordert. In persönlichen Gesprächen und mit sensibler Beobachtungsgabe hat die Regisseurin Susanna Salonen die stürmischen Innenwelten eines Mädchens voller Widersprüche abgebildet. Shea ist zwischen Leistenwollen und Sichverweigern hin und her gerissen. Wie viele andere ihrer Altergenossinnen lehnt sie Forderungen von Eltern und Trainern trotzig ab, gleichzeitig ist sie voller Energie und Kraft für ihre Vision. Sie lebt in einer Welt, die zumindest auf materieller Ebene alles zu bieten hat, aber um eigene Visionen zu verwirklichen braucht es aber mehr als nur Wunschdenken. Ein starker Wille und hartes Training stehen vor dem Erfolg.

Stab

Angaben zum Stab
Regie Susanna Salonen
Kamera Susanna Salonen
Schnitt Tina Hillmanns
Ton Ulla Kösterke
Kurzinfo Susanna Salonen
Redaktion Inge Classen und Katya Mader (3sat)
Produktion Andrea Ufer
Coproduktion Koproduktion mit 3sat
Sender 3sat

Galerie