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DIE HEIMLICHE REVOLUTION gewinnt den Bayerischen Fermsehpreis
Im Münchener Prinzregententheater wurde am Freitagabend der Bayerische Fernsehpreis durch die stellvertretende Ministerpräsidentin Ilse Aichinger verliehen. In der Sektion "Kultur und Bildung" ging eine der beiden mit € 10.000 dotierten Auszeichnungen an Carmen Butta und Gabriele Riedle für ihren Film DIE HEIMLICHE REVOLUTION - Frauen in Saudi Arabien.
Sie sind in die religiös-korrekte Abaya gehüllt, dürfen nicht Auto fahren, gehen beruflich aber selbstbewusst ihren Weg. Eine neue Generation von Frauen in Saudi-Arabien verändert das streng religiöse Königreich. Rasha Hefzi zum Beispiel wurde vor einigen Monaten in den Stadtrat von Jeddah gewählt. Erstmals konnten im Königreich auch Frauen kandidieren und ihre Stimme abgeben. Doch schon bei der ersten Stadtratssitzung wollten ihre konservativen Kollegen sie hinter eine Wand verbannen. Hefzi ließ sich das nicht gefallen. "Sie meinen, Frauen beschützen zu wollen, in dem sie uns ausschließen, einhüllen und einem männlichen Vormund unterstellen. Doch das ist kein Schutz, sondern Belagerung." Oder die junge Om Saif, die in der Altstadt von Jeddah eine traditionelle Bäckerei übernommen hat. Den Schleier bis unter die Augen gezogen, gibt sie ihren Angestellten Anweisungen und steht auch selbst hinter dem Ladentisch – für viele Saudis eine schwere Sünde. Aber sie sagte sich: "Fürchte dich nicht, reiße die Angst aus deinem Kopf heraus!" - und hat an ihrer Leidenschaft für diese Arbeit festgehalten. Auch, um damit anderen Frauen Mut zu machen. Wie Rahsa Hefzi und Om Saif gehen nun viele Frauen voran. In Pionierarbeit erkämpfen sie sich Positionen als Politikerin, Anwältin, Chefredakteurin, Unternehmerin und entwickeln Ideen dafür, was diese Gesellschaft an Innovationen für die Zukunft braucht. Die beiden Filmemacherinnen Carmen Butta und Gabriele Riedle haben mehrere Wochen im Königreich verbracht und haben außergewöhnliche Frauen getroffen, die ihr Land nicht nur für Frauen verändern wollen - klug, diplomatisch und hartnäckig.


Ein Film von Carmen Butta und Gabriele Riedle *** Kamera: Stefanie Platen-Firdaus *** Schnitt: Philip Gromov und Calle Overweg *** Produktion: Gunter Hanfgarn *** Redaktion: Marita Hübinger und Isabelle Tümena *** ZDF/Arte, SRF, DW
DER JUNGFRAUENWAHN von Güner Balci für den Europäischen CIVIS-Preis nominiert
Unsere ZDF/ARTE-Koproduktion "Der Jungfrauenwahn" (Redaktion: Burkhard Althoff, Kathrin Brinkmann) gefördert von der Nordmedia wurde für den europäischen CIVIS-Preis nominiert:
www.civismedia.eu/downloads/2017_civis_nominierte.pdf
In ihrem Dokumentarfilm beleuchtet Autorin und Regisseurin Güner Yasemin Balci das Verhältnis des Islams zur Sexualität. Einfühlsam zeigt sie, warum sexuelle Freiheit und ein selbstbestimmtes Leben für junge Muslime heute noch immer zur Gefahr werden können. Aus der Jurybegründung: "Der Filmemacherin Güner Yasemin Balci gelingt es, für die Freiheit und Selbstbestimmung der Frau einzutreten, gleichzeitig den Schutz des Privaten zu wahren und die Voraussetzungen für eine moderne und zeitgemäße Gesellschaft unterschiedlicher Kulturen einzufordern."
Was bedeutet es muslimisch  zu sein und in einer freien Gesellschaft zu leben? Wie verträgt sich die Herkunftskultur der Eltern mit den eigenen Wünschen? Welchen Stellenwert hat das Gebot der Jungfräulichkeit für junge Menschen aus Einwandererfamilien? In ihrem subjektiv erzählten Film bekommt die Journalistin und Filmemacherin Güner Yasemin Balci sehr persönliche Antworten auf diese Fragen. Balci ist als Tochter türkischer Einwanderer in Berlin-Neukölln aufgewachsen. Es hat sie schon früh beschäftigt, warum es immer wieder ihre muslimischen Nachbarn sind, die ihren Kindern das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben verwehren. Und: Welchen Preis die junge Generation zahlen muss, um frei zu sein. Der Psychologe Ahmad Mansour, die Anwältin und Frauenrechtlerin Seyran Ateş, die Femenaktivistin Zana Ramadani und die junge Studentin Arife Yalniz sind die Protagonisten des Films. Sie alle mussten kämpfen, um selbstbestimmt leben zu können, mussten mit ihren Familien und Freunden brechen, weil sie sich nicht an Moralvorstellungen halten wollten, die Sexualität unter Strafe stellen und noch heute in vielen Moscheen so gepredigt werden, wie vor 900 Jahren, als der muslimische Philosoph Al-Ghazali sein „Buch der Ehe“ schrieb. Sie alle arbeiten daran, die Gesellschaft aufzuklären und zu verändern. Ihr Anliegen ist persönlich und politisch zugleich. Vieles von dem, was heute vor allem als Problem von muslimischen Migranten verhandelt wird, wie die Unterdrückung von Frauen, überhöhter Machismo und Gewaltbereitschaft bei Männern, Zwangsehen und Gewalt im Namen der Ehre, hat seinen Ursprung beim zentralen Thema der gesamten muslimischen Welt: Die Verteufelung der weiblichen Sexualität. „Wenn der Jungfrauenwahn ein Ende hätte“, sagt Protagonistin Seyran Ateş, „dann wäre der Wahnsinn vorbei.“

DER JUNGFRAUENWAHN (86 mins / 2015) *** Mit: Ahmad Mansour, Seyran Ateş, Zana Ramadani, Arife Yalniz *** Buch und Regie: Güner Yasemin Balci *** Kamera: Yoliswa von Dallwitz, Susanna Salonen *** Schnitt: Lena Rem *** Produktion: Andrea Ufer (HANFGARN & UFER Filmproduktion) *** Redaktion: Burkhard Althoff (ZDF/Das kleine Fernsehspiel), Kathrin Brinkmann (ZDF/ARTE THEMA)


*** NO LAND´S SONG für den Deutschen Filmpreis nominiert ***


DER JUNGFRAUENWAHN von Güner Balci gewinnt den Bayerischen Fernsehpreis


Erstausstrahlung *** IONA - ein Spielfilm von Scott Graham ***


Am 23. Nov. um 21.45 bei ARTE *** DIE HEIMLICHE REVOLUTION - Frauen in Saudi-Arabien *** ein Film von Carmen Butta und Gabriele Riedle


**** DER JUNGFRAUENWAHN von Güner Balci gewinnt den Juliane-Bartel-Preis ****


DER JUNGFRAUENWAHN von Güner Balci für den PRIX EUROPA nominiert


Am 9. Oktober um 16.15 h im KiKa: HAYA - ein Mädchen in Saudi-Arabien


In zehn Episoden - VON AMSTERDAM NACH ODESSA - jetzt bei Arte


CAMINO A LA PAZ beim Münchener Filmfest


Kinostart: NO LAND´S SONG von Ayat Najafi


Kinostart PELO MALO von Mariana Rondon


*****Grimme-Preis***** für PATONG GIRL - eine Koproduktion mit ZDF / Das kleine Fernsehspiel


IONA von Scott Graham bei Achtung Berlin / New Berlin Film Award


GRIMME PREIS NOMINIERUNG - "Ein Klempner für tausend Seelen" von Anastasia Vinokurova


DIE ARIER - von Mo Asumang (92 mins / 2014)


AKTUELLE PRODUKTIONEN


DIE GRÖSSTE FAMILIE DER WELT ein Film von Marita Neher


PHILIP UND DIE TRAUMFABRIK am 1. Juni im KiKa


Kinostart CARNE DE PERRO von Fernando Guzzoni am 3. April 2014


Grimme-Preis Nominierung für AKRAM UND DIE MAUER IM MEER


ADOPTED - demnächst auf DVD


MOTHER´S DAY - Festivals


BETWEEN HOME von Jack Rath in Australien


Chronobiologie - Wie tickt der Mensch ? Am 14. Februar um 21.45 Uhr auf ARTE


BALLADA jetzt auf DVD


AUSGEDIENT von Michael Richter - Premiere mit Team und Protagonisten in Berlin