News

VACUUM - ein Film von Maria Teresa Curzio

Vacuum ist ein Film über das kollektive Unbewusste in Uruguay, über die Gegenwart von Geschichte und die von der Geschichte hervorgerufenen Traumata. Die Psychoanalyse sagt, dass unverarbeitete Traumata sich immer wieder neu manifestieren. Uruguay hat fast 30 Jahre gebraucht, um sich mit der Diktatur (1973-1985) auseinanderzusetzen.
Der Film erzählt davon, wie die Betroffenen heute mit ihren Erfahrungen umgehen: Gefängnis, Exil und Verschleppung. María Emilia Islas ist bis heute verschwunden. Sie war 22 Jahre alt, als sie mit ihrem Mann Jorge und ihrer 18 Monate alte Tochter verschleppt wurde. María Esther Gatti - ihre Mutter – ahnte bald, dass die Militärs ihre Tochter und den Schwiegersohn umgebracht hatten. Aber was war mit ihrer Enkelin geschehen ? Hatten die Militärs auch Kinder getötet ? María Esther Gatti hat ihre Enkelin 16 Jahre lang gesucht und sie schließlich in der Familie eines Militäroffiziers in Buenos Aires gefunden. Dieser hatte das Kind nach der Ermordung der Eltern bei sich behalten. Doch auch, nachdem sie über ihre wahre Herkunft erfahren hatte, wollte die damals 16-jährige Enkelin lieber bei ihren „Adoptiveltern“ bleiben.


VACUUM (Uruguay/Deutschland 2008)
90 Mins Farbe Originalversion Spanisch
mit deutschen / englischen UT

Buch und Regie: Maria Teresa Curzio
Kamera: Barbara Alvarez
Ton: Fabian Olivier
Schnitt: Patrik Metzger
Musik: Ann Marie Almada
Produzenten: Maria Teresa Curzio und Gunter Hanfgarn

Produktion: MTC Producciones, Montevideo + HANFGARN & UFER Filmprod., Berlin
Gefördert von: Künstlerinnenförderung des Berliner Senats
zurück..